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Christine Becker
»Der vermessene Mensch«
Diplomarbeit :: Kommunikationsdesign :: HBK Braunschweig 201
betreut von Prof. Silke Helmerdig, Juliane Wenzl und Dr. Kathrin Peters
Das Projekt besteht aus einer Bildzusammenstellung, die aus einem Bildarchiv mit verschiedenen grafischen Bearbeitungsmethoden erwachsen ist. Recherche und gestalterischen Auseinandersetzungen bündeln sich unter dem Arbeitstitel »Der vermessene
Mensch«. Das Thema beinhaltet die Beschäftigung des Menschen mit sich selber, genauer mit seinem Körper, und was er aus dessen Vermessung gewinnen möchte
oder abzuleiten versteht.
Zunächst reizte mich das generellen Bestreben des Menschen, seine Umwelt durch
Vermessung einordnen, verstehen und greifbar gestalten zu wollen. Und weiter,
welche Formen er für seine gewonnenen Daten oder Informationen findet. Welche
Systematiken und Visualisierungsmethoden gebraucht er? Wie sieht die Wissensvermittlung
und grafische Darstellung heutzutage aus?
Nach einiger Betrachtung von Informationsgrafiken schlug der Bogen zurück zum
Verursacher logischer Methodik: Der Fokus konzentrierte sich auf den Menschen, sein Körper rückte in den Mittelpunkt der Betrachtung.
Das gestalterische Interesse liegt in der Untersuchung von Formen und Proportionen, von Verhältnismäßigkeiten, die zueinander
stehen und Disharmonien oder Harmonien erzeugen. Aus Menschenformen generierte
Daten, die vom Menschlichen, Naturgegebenen schöpfen und ableiten, verfremden,
verändern und andere Blickwinkel eröffnen.
All das, was über die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Vermessung hinausgeht,
was den Körper über eine sachliche Betrachtung hinaus nicht zu beschreiben vermag,
lebt und gewinnt. Was nicht in Zahlen vermeintlich zu verstehen ist oder in ein Schema eingeordnet werden
kann, fordert die Wahrnehmung.
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