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Jenny Seib
»Auf der Suche nach sich selbst«
Bei meiner Bachelorarbeit handelt es sichum eine Serie von Computergrafiken bestehend aus sieben Illustrationen, die meineEmotionen und Gefühle zeigen – Fetzen eines komplexen Ganzen.
Die Faktoren der uns umgebenden Welt – wie Krieg, Hunger, rasante Entwicklung derWissenschaft und deren moralische Fragwürdigkeit, die sich ständig wandelnde Wirtschaftslage – füllen unser Unterbewusstsein mit einer gewissen Symbolik. Globalisierungund ständig wachsender Druck von außen – die Erwartungen der Gesellschaftsteigen unaufhörlich. Ob es nun das Aussehen, berufliches Arrangement oder Erfolgin einer eigener Familie ist – ständig muss man sich anpassen, um dem entstandenemIch-Bild zu entsprechen. Burn-out Syndrom und steigende Anzahl der Depressionenwerden immer mehr zum Thema. Dabei ist es nicht einfach, das harmonischen Gleichgewichtzwischen einer eigener Ich-Wahrnehmung und den Gesellschaftserwartungenbeizubehalten. Oft gibt man den eigenen Standpunkt auf, um z.B. die Karrierechancenzu erhöhen und merkt dabei nicht wie man die Grenze zwischen dem Ich-Sein und dem»Sein müssen« überschreitet. Man hört auf, auf sein Inneres zu hören und verliert sich schließlich. Es stellt sich die Frage: Was ist ein Individuum? Bin ich noch eins oder binich zu einer Maschine der Gesellschaft geworden? Haben eigene Wünsche, Emotionen,Zweifel oder Glückserlebnisse – kurz, Gefühle, überhaupt noch eine Bedeutung? Oderwird man sofort zum Außenseiter, wenn man die lächelnde Erfolgsmaske nicht mehrtragen will? Was passiert in jedem von uns? Dieser Prozess der Selbstfindung steckt voller Zweifel und kann sehr schmerzhaft verlaufen.
Den Schmerz ... und ein Ausblick auf die Hoffnung thematisiere ich in meiner Arbeit.Die Frage nach Gefühlswelten stelle ich im Mittelpunkt. Ich möchte das Menschliche,das Emotionale zeigen – das was im Inneren einer Person stattfinden kann – eine Entwicklungder negativen Gefühle hin zum Positiven. Die fragile Wirklichkeit.
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